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VBC Buochs setzt auf Nachwuchs
Ruedi Vollenwyder (Luzerner Zeitung), 23.10.2017
Der VBC Buochs nimmt die 1.-Liga-Saison mit einem neuen Trainer in Angriff. Die Verantwortlichen setzen die Prioritäten in der neuen Spielzeit anders als in der letzten Meisterschaft.
Nach dem frühen Out im Playoff-Halbfinal gegen Pallavolo Kreuzlingen war die Enttäuschung beim VBC Buochs riesengross. Denn man träumte von einem erneuten Aufstieg in die NLB. Seither ist bei den Buochsern die Normalität eingekehrt. Die Vereinsverantwortlichen wurden in der Trainerfrage aktiv und fündig. Auch das schmale Kader konnte mit jungen Spielern erweitert werden. Nach dem bisherigen Trainer Matthias Biesiada hat nun Urs Zimmermann das sagen. Kein Unbekannter für die Buochser, denn der 40-Jährige war zuletzt in der NLB-Saison 2012/2013 schon als Spieler im Team der Nidwaldner und hatte zuvor schon andere Chargen im Verein inne. Er wird dabei von Peter Schmidiger als Coach an den Spielen unterstützt.
Eine gute Wahl, Adrian Zihlmann? "Sicher ist dieses Engagement eine gute Lösung, auch wenn diese nicht optimal ist. Denn Urs Zimmermann leitet vor einem Ernstkampf jeweils nur das Abschlusstraining. Für die anderen Trainingseinheiten sind wir Spieler zuständig."

Junge Spieler sollen nicht auf der Bank versauern
Vom Kader her hat sich gegenüber der letzten Saison nicht viel verändert. Der letztjährige Co-Trainer und Spieler Michael Emmenengger betreut in der gleichen Funktion diese Saison das NLB-Frauenteam von Fides Ruswil. Weiter ist auch Markus Bircher nicht mehr dabei, der sich statt dem Volleyball vermehrt der Musik zuwendet. Dafür ist der in der letzten Saison wegen einer gerissenen Achillessehne ausgefallene Timo von Holzen wieder im Team dabei. Zusätzlich finden junge Volleyballer aus dem eigenen Nachwuchs im Kader Unterschlupf. "Es ist eine beabsichtigte Verjüngung, welche der Mannschaft nur gut tut", meinte Vereinspräsident Zihlmann, der noch selber aktiv mitspielt. Wegen dieses Verjüngungsprozesses ändert man beim VBC Buochs auch das Saisonziel. Im Gegensatz zur letzte Saison spricht man diesmal nicht von einem NLB-Aufstieg. "Wir legen den Fokus voll auf die Integration der jungen Spieler. Diese sollen vermehrt Spielpraxis erhalten und Erfahrungen sammeln", nennt Zihlmann das primäre Saisonziel. "Doch wenn wir am Ende der Qualifikation auf einem Playoff-Platz liegen würden, dann hätten wir ein weiteres Ziel erreicht."
Im Startspiel gegen die dritte Garnitur des VBC Schönenwerd verpasste der VBC Buochs nach einer 2:0-Satzführung mit einer 2:3-Niederlage zwar den optimalen Saisoneinstieg. Doch dieser Match hätte auch auf die Seite der Nidwaldner kippen können, welche nicht in Bestbesetzung antreten konnten. Die verlorenen Sätze drei (24:26) und vier (26:28) unterstreichen die Dramatik in diesem Startmatch. Im vierten Satz hatte Buochs gar einen Matchball.
Besser erging es der Truppe von Trainer Urs Zimmermann in der zweiten Begegnung gegen Regio Volleyteam. Simon Gwerder: "Bis auf den zweiten Satz (26:24), der wirklich eng war, hatten wir den Gegner im Griff." Der Aussenangreifer fügt weiter an: "Wir haben auf die unglückliche Niederlage in Schönenwerd gut reagiert und diesmal das Spielniveau über die gesamte Partie halten können."