News - Presse

Buochs in Rücklage
Ruedi Vollenwyder (Luzerner Zeitung), 27.02.2017
Der VBC Buochs konnte den angestrebten Sieg im 1.-Liga-Playoff-Halbfinal nicht landen. Es resultierte eine 2:3-Niederlage gegen ein starkes Pallavolo Kreuzlingen.
Dramatik pur im ersten 1.-Liga-Halbfinalspiel um den Aufstieg in die NLB. Der VBC Buochs lag nach zwei Sätzen (18:25 / 20:25) mit 0:2 zurück, kämpfte sich mit zwei 25:22-Satzgewinnen zurück, ehe er im fünften Satz gegen Pallavolo Kreuzlingen auf die 2:3-Verliererstrasse geriet. Im fünften Satz konnte sich bei einer prickelnden Stimmung mit Treicheln-Geläut und euphorischer Fan-Unterstützung bis zum Spielstand von 10:10 kein Team entscheidende Punktevorteile verschaffen. Doch dann setzte sich das Kreuzlinger Team um Trainer Marco Bär mit 15:13 durch.
Der Jubel bei den Ostschweizern ob diesem knappen Sieg war riesengross. Der Ärger ob dieser etwas ärgerlichen Niederlage bei den Nidwaldner Volleyballern ebenso. "Wir wussten, was in diesem ersten Halbfinalspiel auf uns zukommt", bemerkte der als Zuspieler und Co-Coach mit Fabian Zwyssig engegierte Tobi Kummer nach der Niederlage gefasst. Seine Analyse: "Die erfahrenen Kreuzlinger haben in den ersten beiden Sätzen wirklich sehr gut gespielt und praktisch keine Fehler zugelassen." Und er fand die Gründe, weshalb die Buochser einem 0:2-Satzrückstand nachrennen mussten. "Unsere Fehlerquote bei den gegnerischen Services war viel zu hoch. So unter Druck stehend fanden wir überhaupt nicht in unser Spiel."

Kritik am Training der Buochser
Der beim Aufstiegsspiel als Zuschauer mitfiebernde Trainer Matthias Biesiada sah das Unheil schon im Vorfeld dieses Aufstiegsspieles kommen. Seine Kritik: "Die Qualität im Abschlusstraining ist ein Spiegelbild dieses Matches. Meine Spieler nahmen das Abschlusstraining viel zu wenig ernst. In der Qualifikation wurde mein Team, im Gegensatz zum Gegner, viel zu wenig gefordert. Die Winner-Mentalität fehlte in diesem ersten Spiel, und wir wurden in den beiden ersten Sätzen wegen der mangelnden Konzentration brutal bestraft." Er sah aber auch einen Pluspunkt, der ihn fürs Rückspiel zuversichtlich stimmt. "Wenn wir die Konzentration, wie in den Sätzen drei und vier ausgespielt, mit ins Rückspiel mitnehmen können, ist alles möglich."
So sieht es auch Passeur Tobi Kummer: "Die Kreuzlinger mit ihren teils auch international erfahrenen Spielern sind ein Topteam. Aber wenn wir unsere Erfahrung im Kampf um einen Aufstiegsplatz ohne Durchhänger abrufen können, liegt das Ziel Aufstieg in die NLB absolut noch drin." Dazu braucht es im Rückspiel am nächsten Wochenende in Kreuzlingen allerdings einen Sieg. Un diesen wollen die Buochser mit aller Vehemenz anstreben.
Buochs bekennt sich zur NLB
Ruedi Vollenwyder (Luzerner Zeitung), 13.02.2017
Der VBC Buochs beendet die 1.-Liga-Qualifikation mit einem 3:0-Sieg und klopft als Gruppensieger an die NLB-Türe.
"Sie kamen, sie sahen, sie siegten! Nicht gerade immer spektakulär, aber dennoch solide." So kann man den souveränen Auftritt der Volleyballer vom VBC Buochs in der neuen 1.-Liga-Umgebung umschreiben. Nach einer selber eingebrockten 2:3-Startniederlage gegen den LK Zug reihte man Sieg an Sieg.

Nur das Team von Traktor Basel konnte mit der von Matthias Biesiada trainierten Mannschaft einigermassen mithalten. Der brisante Zweikampf (3:1 und 3:2-Siege) um die beiden Playoff-berechtigten Ranglistenplätze war denn auch das Highlight dieser Qualifikationsrunde. Nach dem nie gefährdeten 3:0-Sieg (25:14, 25:17, 25:17) im Derby gegen den Aufsteiger VBC Ebikon konnten sich die Buochser als Gruppensieger feiern lassen. Imposant: Die Nidwaldner holten in den 16 Partien 45 von 48 möglichen Punkten. Der verdiente Lohn: Die Buochser können nach nur einer 1.-Liga-Saison wieder an die NLB-Türe anklopfen. Im Halbfinal trifft das Team von ­Buochs auf Pallavolo Kreuzlingen. Für VBC-Präsident und Spieler Adrian Zihlmann zeichnet, "obwohl nicht immer alles rosig war, die Konstanz und die Routine für die Dominanz verantwortlich".

Buochser streben den Aufstieg an
Die Sicherung einer der beiden ersten Plätze hatte aber auch eine negative Seite. "Wir konnten die jungen Spieler auch wegen Militärdienstabsenzen und Verletzten noch nicht so einsetzen, wie wir uns das vorgenommen haben." Dafür wurde das Bekenntnis für die Zukunft klar definiert. "Ob wir einen Aufstieg wagen wollen oder nicht, diese Möglichkeiten haben wir schon früh teamintern ausdiskutiert. Mit dem Resultat, dass wir eine Rückkehr in die NLB mit aller Vehemenz anpeilen wollen", gibt Adrian Zihlmann die Marschrichtung für die bevorstehenden Playoff-Spiele durch. Mit der Begründung, dass die Mannschaft eine Liga höher vom spielerischen Gehalt und taktischen Verhalten profitieren und sich weiterentwickeln kann. Denn in der 1. Liga fühlten sich die Akteure schon etwas unterfordert.

Bei einem Aufstieg in die NLB kommen die Buochser aber nicht darum herum, das schmale Kader mit ein, zwei bestandenen Spielern zu ergänzen. "Wegen Verletzungen und Militärdienstabsenzen spielten wir diese Saison personell schon am Limit", weiss der VBC-Präsident. Das Ziel der Buochser ist also aufgegleist. Jetzt muss dieses Ziel über die Playoff-Partien nur noch erreicht werden.
Buochser Höhenflug hält an
Ruedi Vollenwyder (Luzerner Zeitung), 06.12.2016
Der VBC Buochs beendet die 1.-Liga-Vorrunde mit einem 3:0-Derbysieg über den Aufsteiger VBC Ebikon. Die Nidwaldner grüssen als Tabellenleader in der Gruppe C.
Die Favoritenrolle vor dem 1.-Liga-Derby zwischen Buochs und Ebikon war klar verteilt: hier der Leader Buochs, der bisher nur gegen den LK Zug (2:3) Punkte liegen gelassen hatte, dort der Aufsteiger aus Ebikon, der sich bisher auf 1.-Liga-Stufe etwas schwer tut. Einzig im ersten Satz wurde Buochs seiner Favoritenrolle nicht ganz gerecht. Die Nidwaldner lagen in diesem beidseits sehr konfus gespielten Startset mit 17:20 zurück, ehe Simon Gwerder mit drei harten Smashs das Skore auf 21:20 stellte und so für die Wende zum 25:23-Satzsieg besorgt war.

Die Geschichten der Sätze zwei und drei sind schnell erzählt. Im gleichen Masse, wie sich der Leader spielerisch steigerte, bauten die Schützlinge um Trainer Philipp Joller ab. Mit 25:18 und 25:15 wurden die Luzerner richtiggehend überrannt. Dank dem achten Sieg in sieben Spielen liegt Buochs weiterhin an der Tabellenspitze. Aufsteiger Ebikon hingegen muss sich nach hinten orientieren und rutschte auf den zweitletzten Tabellenrang ab. Für Ebikon-Trainer Joller ist diese Niederlage nachvollziehbar. "In den letzten Trainingseinheiten konnte ich wegen zu vieler Absenzen praktisch nie das geplante Programm durchziehen. So wie man trainiert, so spielt man dann auch im Ernstkampf. Und unser spielerisches Niveau reichte nicht aus, um die gut spielenden Buochser in Verlegenheit bringen zu können."

Buochser starteten unkonzentriert
Weshalb die Buochser im Startsatz so viel Mühe bekundeten, dazu hatte Thomas Heiz kurz nach der Partie keine griffige Antwort parat: "Wir waren wohl noch nicht mit vollster Konzentration bei der Sache." Er verwies aber auch auf die starke Blockarbeit von Ebikon, welche im ersten Satz noch griff und ihnen gute Punkte einbrachte. "Nach dem in extremis gewonnenen Startsatz hatten wir dann den Gegner und den Match dank unserem nun variantenreicher angelegten Spiel im Griff und liessen nichts mehr anbrennen." Auf die Leaderposition seiner Mannschaft angesprochen, meinte der 30-jährige Buochser Diagonalspieler: "Nach dem Abstieg wollten wir eine Liga tiefer wieder vorne mitspielen. Doch dass wir nach der Vorrunde ganz zuoberst stehen, das konnte man nicht erwarten. Doch schön ist diese Position alleweil."

Ganz ohne Sorgen steigen die Buochser, welche auf das drittplatzierte Emmen-Nord acht Punkte Vorsprung herausgearbeitet haben, nicht in die Rückrunde. Sie müssen den Ausfall von Timo von Holzen (22), der sich im letzten Match gegen Emmen-Nord (3:1) beim Service zum Matchgewinn die Achillessehne riss, verkraften. "Timo spielte in dieser Vorrunde wirklich stark. Er wird uns fehlen", bedauert Thomas Heiz dessen Verletzung.

Doch Thomas Heiz richtet den Fokus bereits auf das erste Rückrundenspiel, in dem viel Brisanz steckt. "Gegen Zug haben wir nach der Niederlage noch eine Rechnung offen. Für dieses Spiel braucht es keine spezielle Motivation. Wir werden parat sein, besser als gegen Ebikon."
Liftmannschaft will wieder nach oben
Ruedi Vollenwyder (Luzerner Zeitung), 15.11.2016
Das Männerteam des VBC Buochs hat den Abstieg aus der NLB gut verdaut. Nach dem 3:0-Sieg über den SV Olten übernehmen die Nidwaldner die 1.-Liga-Tabellenspitze.
Man kennt die sogenannte "Liftmannschaft"-Situation beim VBC Buochs bestens. Und man weiss bei den Nidwaldner Volleyballern auch, wie man mit einem Abstieg umgehen muss. Deshalb war der letztjährige NLB-Abstieg für die Buochser auch kein Weltuntergang. Im Gegenteil: Man will und kann sich eine Liga tiefer neu orientieren, die letztjährige, doch ziemlich mühsame Saison ad acta legen.
Diese Neuorientierung ist dem Team um Trainer Matthias Biesiada recht gut gelungen. Im Startspiel gegen den LK Zug verpasste man nach einer 2:0-Satzführung mit einer 2:3-Niederlage zwar den optimalen Saisoneinstieg. Doch dann kam der VBC Buochs in Fahrt: Gegen den Aufsteiger Dragons Lugano feierte man einen 3:0-Sieg. Dann musste der ewige Rivale Kanti Baden mit 1:3 untendurch, und auch gegen den damaligen Tabellenleader Traktor Basel schaute ein überzeugend herausgespielter 3:1-Sieg heraus. "Ja, wir sind gut in Fahrt gekommen", freute sich VBC-Präsident und Spieler Adrian Zihlmann. Und auch der zweite Aufsteiger SV Olten musste die spielerische Überlegenheit der Buochser anerkennen. 0:3 (18:25, 15:25, 9:25) wurden die noch punktlosen Solothurner regelrecht vom Breitli-Parkett gefegt. Es brauchte aus Buochser Sicht keine Meisterleistung, um gegen das auf sehr bescheidenem Niveau spielende Olten-Team die drei Punkte zu sichern, welche die Nidwaldner auf die Leaderposition hievten. Nach nur 54 Minuten war die einseitige Partie zu Gunsten der Buochser entschieden.

Kummer hat sich in Buochs gut eingelebt
Der einzige Neuzuzug der Buochser, Tobias Kummer, war mit der Mannschaftsleistung mit wenigen Ausnahmen - bei den Servicebällen sieht er noch Verbesserungspotenzial - zufrieden. "Es ist nicht immer einfach, gegen schwächer eingestufte Teams den Fokus und die Konzentration hochzuhalten und nicht deren spielerisches Niveau zu übernehmen. Im Gegensatz zum verlorenen Match gegen den LK Zug konnten wir das spielerische Level diesmal durchziehen. Und dies, obwohl bei uns alle Spieler zu Einsätzen kamen", analysierte der 32-jährige Passeur das Match-Geschehen. Kummer ist für die Buochser eine echte Verstärkung und spielte zuvor während vieler Jahre mit dem VBC Andwil-Arnegg auf 1.-Liga- und NLB-Niveau, ehe er auf diese Saison hin seinen Wohnsitz in die Innerschweiz verlegte. Und schiebt schmunzelnd nach: "Und hier werde ich auch bleiben und mit der coolen Truppe weiter Volleyball spielen."
Wie es sich für eine sogenannte Liftmanschaft" gehört, gibt man sich beim VBC Buochs mit der 1. Liga nicht zufrieden und will den Fahrstuhl nach oben wieder besteigen. "Die Qualifikation wollen wir auf den beiden ersten Ranglistenplätzen abschliessen, welche für die Aufstiegsspiele zur NLB berechtigen", gibt VBC-Präsident Adrian Zihlmann die Marschrichtung bekannt. "Und ich meine, diese primäre Zielvorgabe ist mit unserem Kader realisierbar." Denn beim VBC Buochs ist der Frust der letzten Saison einer spielerischen Freude gewichen, welche den gegenwärtigen Erfolg erst möglich macht.